
Auf der Sommer-Tour durch die USA verblüfft Aaron-Carter (13) mit einem coolen Punk-Look- und neuen Plänen: Er dreht einen Vampirfilm…
Sein schwarzes Sweatshirt hat faustgroße Löcher, als hätten Kanonenkugeln den Pulli zerfetzt. Die schwere Lederhose ist mehrfach aufgeschnitten, den Riss überm linken Knie klammern ein Dutzend Sicherheitsnadeln notdürftig zusammen. Blonde Haarsträhnchen fallen ihm ins Gesicht, der aufgemalte Pfeil übern linken Auge erinnert an die Tarnung der US-Marines. Aaron Carter als Punk! Auf der laufenden US-Tour (auch die A*Teens und seine Schwester Leslie sind dabei) präsentiert sich Aaron im neunen Style: lässig, tough und sehr selbstsicher. „Meine Mum legt mir schon längst nicht mehr die Klamotten raus“, betont er. „Ich suche mir die Teile selber aus – je nachdem wie ich drauf bin!“ Nicks kleiner Bruder reift zu einem coolen Typen heran. Seine Stimme klingt tiefer, er ist schlacksiger geworden („ich bin jetzt 1,67m groß“) und hat seinen eigenen Kopf. Dass er Nick immer ähnlicher wird, davon will er nichts hören. „Solche Vergleiche nerven“, sagt Aaron selbstbewusst. „Nick ist ein Backstreet Boy, muss sich immer mit vier Leuten absprechen – ich zieh mein eigenes Ding durch, entscheide alleine!“ In der Tat ist Aaron Carter in seiner Entwicklung viel weiter als es Nick in dem Alter war. Das bestätigt auch Mutter Jane: „Nick war mit 16 noch schüchtern, manchmal richtig kindlich und verspielt. Aaron wird zwar am 7. Dezember erst 14, aber er ist schon ein ausgebufftes Kerlchen, das manchmal ganz schön provozieren kann – das hat Nick nie getan.“ Und lachend fügt sie hinzu: „Wenn Aaron sich heimlich sein erstes Tattoo stechen lässt, weiß ich, dass ich keine Kontrolle mehr über ihn habe!“ Beschleunigt wurde seine Entwicklung durch die frühen Erfolge im Show Biz – Aaron startete bereits mit neun seine Pop-Karriere. Die Erfahrungen seines Bruders kommen ihm zusätzlich zugute. Kein Wunder, dass der Youngstar wie ein geborener Performer und Showman wirkt. On stage ist Aaron in seinem Element. Mutter Jane: „Nick musste sich dagegen oft noch überwinden, auf die Bühne zugehen.“ Die US-Girls sind hingerissen von Aarons coolen Charme – und er versteht es, mit ihnen zu flirten. Zwischen ihm und „Luzzie McGuire“ – Darstellerin Hilary Duff soll es sogar ernsthaft gefunkt haben. Aaron: „Okay, wir haben ein bisschen rumgeknutscht, aber richtig verliebt waren wir nicht!“ 70 Minuten steht Aaron mit vier Tänzern auf der Bühne, bringt alte Hits („I want Candy“) und brandneue Nummern von seinem kommenden Album „Oh Aaron“ – der Titeltrack ist jetzt als Single in den USA erschienen. Songs wie „Hey You“, „Come follow me“, „Baby it's you“ und „The kid in you“ klingen poppiger und erwachsener. Musikalischer Höhepunkt ist „Not too young and not too old“, ein Duett mit Nick! „Wir haben beide den Track mit der Band „No Secrets“ eingespielt, Nick singt und spielt dazu Gitarre – eine coole Nummer“, erzählt Aaron stolz. Wann wird die CD in Germany veröffentlicht? Aaron: „Erst im Frühjahr 2002. Bis Ende August bin ich auf US-Tour, danach dreh ich einen Film – ich spiele einen blutrünstigen Vampir!“
Quelle: Popcorn

