Plötzlich Prinzessin!

Aaron hatte im Jahr 2001 einen Song zum Film „Plötzlich Prinzessin!“ aufgenommen. Der Song „Little Pretty One“ ist an einer Stelle im Film zu hören.

RTL zeigt den Film an folgenden Terminen:

Sonntag (19. Dezember) – 20:15 Uhr

Montag (20. Dezember) – 1:05 Uhr

Infos zum Film:

Mia (Anne Hathaway) ist 15 und das prototypische hässliche Entlein, zumindest in der Schule. Ihr größter Traum wäre es, unsichtbar zu sein, und auch ihren Schwarm Josh (Erik von Detten) himmelt sie nur im geheimen an. Doch eines Tages steht Mias Großmutter vor der Tür und eröffnet ihr, dass sie Prinzessin des (fiktiven) europäischen Landes Genovia ist …

Die Filmidee von Plötzlich Prinzessin ist alles andere als neu. Angelehnt an den Märchenklassiker Aschenputtel und seine modernen Cinderella-Varianten, haben die Disney-Studios einen weiteren „unscheinbares Mädchen mutiert zur Prinzessin“-Abklatsch hingelegt. Dass „Prinzessin“ hierbei wörtlich genommen wird und es tatsächlich um eine Königsfamilie geht, ist im Ansatz auch nicht neu – bereits zehn Jahre früher ist z.B. in King Ralph die im Prinzip gleiche Story gedreht worden. Während dieser Vorgänger zwar flach, aber wenigstens lustig und sogar ein kleines bisschen gesellschaftskritisch ist, ist Plötzlich Prinzessin keines von beidem. Dabei haben sich die Produzenten (u.a. Whitney Houston) mit Garry Marshall einen komödienerprobten Regisseur eingekauft, der mit Pretty Woman sogar schon einen genre-verwandten Kino-Knaller hingelegt hat. Aber vielleicht kann man über das gleiche Thema nicht zweimal einen guten Film drehen…

Plötzlich Prinzessin ist nicht nur komplett vorhersehbar, sondern auch noch unerträglich kitschig, rührselig und bis ins kleinste Detail konstruiert. Hauptdarstellerin Anne Hathaway (in ihrem Kinodebüt) wird zu Beginn des Films so offensichtlich auf „hässlich“ und unscheinbar getrimmt, dass die optischen Verwandlungen schon vorprogrammiert sind, die eingebauten „Liebesgeschichten“ sind unvorstellbar klischeehaft und vor allem zum Schluss hin kaum auszuhalten. Ebensowenig wie Anne Hathaway können ihre jungen Filmpartner überzeugen: Sängerin und MTV-Moderatorin Mandy Moore agiert ebenso gestellt wie die beiden „Jungs“ (Newcomer Patrick Flueger und der TV-erprobte Erik von Detten). Lediglich Heather Matarazzo (Scream 3) lässt in ihrer Rolle als Mias beste Freundin und politisch engagierte Schülerin Lily durchblicken, dass sie auch in besseren Filmen spielen könnte. Die erwachsene Schauspielerriege von Plötzlich Prinzessin ist gar nicht mal uninteressant: mit Julie Andrews als Mias Großmutter und Königin von „Genovia“ steht eine Oscar®gewinnerin vor der Kamera, Hector Elizondo spielt seinen altbewährten Pretty Woman-Part als sympathischer Vertreter der so unsympathisch erscheinenden „noblen“ Welt. Viel hilft das bei der verpatzten Story dann aber auch nicht mehr…

Fragt sich nur: warum ist Plötzlich Prinzessin so erfolgreich? Vielleicht weil man, wenn man über all die Platitüden und Hollywood-Klischees hinwegzusehen in der Lage ist, einen sehr unanstrengenden Abend verleben kann, denn nachdenken muss in Plötzlich Prinzessin niemand…

Während der Film vielleicht noch am ehesten als Kinderfilm seine Daseins-Berechtigung findet, sind die Bonusmaterialien eher auf erwachsenes Zielpublikum ausgerichtet. Abgesehen von der Tatsache, dass man verdammt gut lesen können muss, um die verschnörkelte Menüschrift zu entziffern, sind Audiokommentar, Making Of und Deleted Scenes wohl eher für Film-Fans gedacht – lediglich die 2 Musikvideos dürften zielgruppengerecht eingesetzt sein.